Corona Soforthilfe Maßnahmen erklärt

In den letzten Tagen erreichten uns zahlreiche Anrufe und Mails mit Fragen rund um Corona. Um ein bisschen Klarheit in die Corona Soforthilfe Maßnahmen der Bundesregierung zu bringen, haben wir einem Vertreter der IHK Reutlingen eure Fragen gestellt. Im Interview erfahrt ihr unter anderem:

  • was betroffene Unternehmen konkret tun können
  • was es für Einsparungsmöglichkeiten durch Steuerstundung/ Versicherungsstundung gibt
  • wer eigentlich einen Förderantrag für Soforthilfe stellen darf.

Außerdem gehen wir einen solchen Soforthilfe-Förderantrag Schritt für Schritt durch, damit ihr ganz einfach nachvollziehen könnt, wie dieser auszufüllen ist.

 

Update 27.03.2020 um 13.12 Uhr:

Das Formular hat sich geändert: Es geht jetzt nicht mehr um „1/3 des netto Einkommens eines Haushalts“ sondern um das der selbstständigen Person

 

Update 31.03.2020 um 09.50 Uhr:

Private liquide Mittel müssen inzwischen nicht mehr aufgebraucht werden, bevor der Antrag gestellt werden kann. Das war zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht so.

(Danke IHK Reutlingen für den Hinweis)

Was ihr gegen die Corona Krise tun könnt? Eine Übersicht

Soforthilfen

Soloselbstständige, gewerbliche Unternehmen und Sozialunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten ebenso wie Angehörige der Freien Berufe oder Künstler, die unmittelbar durch die Corona-Krise wirtschaftlich geschädigt sind, können einen Antrag auf Soforthilfe stellen. Dafür muss ein Antragsformular beim Wirtschaftsministerium online heruntergeladen und vollständig ausgefüllt werden. Der Antrag muss dann über einen Upload auf der zentralen Landingpage der Kammerorganisation www.bw-soforthilfe.de hochgeladen werden. Von der Webseite aus werden alle Anträge an die zuständige IHK oder Handwerkskammer zur Bearbeitung weitergeleitet (Quelle: IHK Reutlingen).

Kurzarbeit

Ein Anspruch auf Kurzarbeit besteht, wenn mindestens 10% der Beschäftigten (statt bisher ein Drittel) einen Arbeitsentgeltausfall von mindestens 10% haben. Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden dabei zu 100% erstattet. In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet (Quelle: Bundesagentur für Arbeit). Weitere Informationen zur Beantragung von Kurzarbeit und ein ausführliches FAQ findet ihr auf der Website der Bundesagentur für Arbeit unter aktuelle Meldungen.

Steuerstundungen / Versicherungstundungen

Bei einem Antrag auf Stundung von Steuern müssen keine strengen Voraussetzungen für Nachweise mehr erfüllt werden. Dies gilt für die Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und die Umsatzsteuer. Diese Steuern können also gestundet werden. Wer sich Steuern stunden lässt, zahlt keine Zinsen und muss auch keine Vollstreckung fürchten. Säumniszuschläge werden ebenfalls erlassen (Quelle: Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg). Gegebenenfalls kann auch die Gewerbesteuer gestundet werden. Bei Fragen dazu, wendet euch an eure kommunale Verwaltung. Sozialversicherungsabgaben können ebenfalls für bis zu zwei Monate gestundet werden. Dafür muss ein Antrag bei den Krankenkassen der Beschäftigten gestellt werden (Quelle: IHK Reutlingen).

Verhandelt mit eurem Vermieter

Mieten sind neben Material- und Personalkosten eine der größten Ausgaben. Fragt doch mal bei eurem Vermieter nach und sucht gemeinsam nach Lösungen für die kommende Zeit.

Corona Darlehen

Die folgenden Seiten könnten euch in der aktuellen Lage ebenfalls unterstützen:

LBank www.l-bank.de

Bürgschaftsbank www.buergschaftsbank.de/

KFW www.kfw.de

Ihr habt weitere Fragen? Dann meldet euch bei uns, wir helfen euch gerne weiter!

CornaHilfe@neckar-hub.com
0800 267 65 99 (kostenfrei)

Was wir gegen die Corona Krise tun

Popup-Workspaces als Homeoffice-Ersatz

 

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die derzeit Homeoffice machen möchten und zu Hause nicht die Möglichkeit dazu haben, können ab sofort temporär hierfür eingerichtete Arbeitsplätze an verschiedenen Orten in Tübingen nutzen. Die Arbeitsplätze haben den nötigen Abstand voneinander und verfügen über eine Internet-Anbindung. Arbeitsmaterial wie ein Laptop müssen mitgebracht werden.
Die sogenannten Popup-Workspaces sind eine Initiative von uns und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen (WIT).
„Unser Ziel ist ein flächendeckendes Angebot, das alle Interessierten während der Coronapandemie wohnortnah nutzen können“, sagt WIT-Geschäftsführer Thorsten Flink. Dieses gemeinsame Ziel hat der Neckar Hub zum Anlass genommen, in Kooperation mit der WIT neben seinem vorhandenen Angebot an der Neckarbrücke zusätzliche Räumlichkeiten zu organisieren. Die ersten vier Plätze befinden sich im InFö-Zentrum für Bildung, Weiterbildung und Soziale Arbeit in der Mauerstraße und stehen ab Montag, 30. März 2020, zur Verfügung. Sechs barrierefreie Arbeitsplätze können ab Mittwoch, 1. April 2020, im Tübinger Stadtteiltreff Waldhäuser-Ost genutzt werden. Weitere Standorte und Regionen folgen.
Die Nutzungskosten für diese temporären Arbeitsplätze werden sozialverträglich niedrig sein. Hiermit soll gewährleistet werden, dass die Zielgruppe unkompliziert teilhaben kann und dennoch die Nebenkosten der Räume gedeckt werden können. Wer einen dieser Schreibtische nutzen möchte, kann sich beim Neckar Hub melden (E-Mail Workspaces@neckar-hub.com). Weitere Coworking-Schreibtische gibt es im Werkstadthaus im Französischen Viertel und werden direkt durch diese koordiniert (info@werkstadhaus.de). Wer geeignete, derzeit ungenutzte Räume zur Verfügung stellen möchte, kann sich bei Julia Winter von der WIT (julia.winter@tuebingen.de) oder beim Neckar Hub melden.

Ihr habt Fragen oder Interesse an einem Popup-Workspace? Dann kontaktiert uns!

Workspace@neckar-hub.com
Tel.: 0800 267 65 99

(kostenfrei)